Diabetes mellitus Typ 1


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Der Diabetes mellitus Typ 1 beginnt meist im Kindes- oder frühen Erwachsenenalter. Gekennzeichnet ist dieser Diabetes-Typ durch einen absoluten Insulinmangel. Das bedeutet, dass dem Körper kein selbst produziertes Insulin zur Verfügung steht.
Diabetes mellitus Typ 1 kommt nicht so häufig vor, nur etwa 5 bis 10 Prozent aller Diabetiker haben diesen Diabetes-Typ.

 

Mechanismus

Der Diabetes mellitus Typ 1 gehört zu den Autoimmunkrankheiten. Das bedeutet, dass sich das Immunsystem gegen den eigenen Körper wendet. Beim Typ-1-Diabetes sind die insulin-produzierenden Inselzellen in der Bauchspeicheldrüse der Angriffspunkt. Körpereigene Abwehrstoffe richten sich gegen diese Zellen und bewirken Entzündungen und Zerstörungen. In der Folge kann von den Zellen kein Insulin mehr produziert werden. Diesem Mangel folgt ohne Behandlung ein stark erhöhter und schwankender Blutzuckerspiegel.

 

Ursachen

Angenommen wird, dass der Diabetes mellitus Typ 1 durch ein Zusammenwirken von Erbfaktoren, Virusinfektionen und einer Autoimmunerkrankung entsteht. Die genauen Ursachen sind nicht bekannt. Sicher weiß man aber, dass kein Zusammenhang zu Übergewicht, Bewegungsmangel oder Ernährungsgewohnheiten besteht.
Mit einer Wahrscheinlichkeit von ca. 3-6% wird dieser Diabetes-Typ von Mutter oder Vater auf ein Kind vererbt. Sind beide Eltern Typ-1-Diabetiker, so steigt das Erkrankungsrisiko für die Kinder auf 10-25%. Hat ein Kind einen Diabetes mellitus Typ 1, so beträgt die Chance für ein Geschwisterkind, ebenfalls zu erkranken ca. 10%, handelt es sich um ein eineiiges Zwillingsgeschwister, so steigt die Erkrankungsgefahr sogar auf 50%.

 

Symptome

Typische Symptome des erhöhten Blutzuckerspiegels und damit des Diabetes mellitus sind:

  • Häufiges Wasserlassen (Polyurie)
  • Starker Durst
  • Müdigkeit und Schwächegefühl
  • Ungewollter Gewichtsverlust
  • Schlecht verheilende Wunden

 

Diagnose

Diagnostiziert wird der Diabetes mellitus Typ 1 durch die Messung des Blutzuckers. Bei bestehendem Verdacht auf einen Diabetes misst der Arzt den Nüchtern-Blutzuckerwert. Liegt dieser bei mindestens zwei Messungen über 126 mg/dl (bzw. 7,0 mmol/l), so stellt der Arzt die Diagnose Diabetes mellitus.
Die Abwehrstoffe (Antikörper), die sich gegen die Zellen in der Bauchspeicheldrüse wenden, sind im Blut nachweisbar. Zur Absicherung der Diagnose kann daher zusätzlich eine Antikörperbestimmung im Blut vorgenommen werden.

 

Therapie

Der Diabetes mellitus Typ 1 ist nicht heilbar, eine lebenslange Therapie mit Insulin ist notwendig. Wird diese konsequent durchgeführt, ist es aber gut möglich, die Lebensqualität zu verbessern und akute Komplikationen sowie Folgeerkrankungen zu vermeiden.
Das Insulin kann entweder durch die Injektion mithilfe einer Spritze oder eines Pens verabreicht werden oder kontinuierlich mit einer Insulinpumpe zugeführt werden.

Informationen zur Ernährung bei Diabetes finden Sie hier.

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