Häufige Fragen


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Darf ich mein Kind vegetarisch ernähren?

In der Kinderernährung ist eine Ernährung mit Fleisch empfehlenswert. Kinder befinden sich im Wachstum, wofür viel Eiweiß und viele Vitamine und Mineralstoffe benötigt werden. Fleisch enthält hochwertiges tierisches Eiweiß und ist vitamin- und mineralstoffreich.
Sollte ihr Kind sich jedoch vegetarisch ernähren wollen oder möchten Sie als Eltern eine vegetarische Ernährung für Ihr Kind, so sollten Sie auf eine ausreichende zufuhr aller Nährstoffe achten. Ihr Kind sollte viel Milch trinken, um den Vitamin D- und Vitamin B12-Bedarf zu decken. Die Eisenlücke, die durch den Wegfall von Fleisch entsteht, kann durch viel eisenreiches Gemüse (Fenchel, Erbsen, Bohnen), eisenreiches Obst (Beeren) und viele Vollkornprodukte geschlossen werden. Die Eisenverwertung von pflanzlichem Eisen kann durch die gleichzeitige Aufnahme von Vitamin C in Form von Salaten, Obst oder Orangensaft verbessert werden.
Grundsätzlich ist eine vegetarische Ernährung bei Kindern schwer durchzusetzen. Sprechen Sie mit Ihrem Kind über die Ernährungsart und lassen Sie auch seine persönlichen Vorlieben gelten.
Eine vegane Ernährungsweise, welche neben dem Fleisch auch auf Milch und Eier verzichtet, kann bei Kindern zu schweren Mangelerscheinungen führen und ist somit nicht empfehlenswert.

 

Was kann ich tun, wenn mein Kind zu dünn ist?

Beobachten Sie Ihr Kind genau. Oft erscheinen normalgewichtige Kinder nach einem Wachstumsschub zu dünn. Isst Ihr Kind jedoch wirklich zu wenig, ist auffällig müde, schlapp und lustlos, sollten Sie auf jeden Fall Ihren Kinderarzt zu Rate ziehen.

 

Mein Kind möchte nur Nudeln mit Sauce oder Pommes essen.

Stellen Sie den Speiseplan für die Woche gemeinsam mit Ihrem Kind auf. Hier müssen Sie dann auch die Wünsche ihres Kindes erfüllen. Sie haben jedoch die Möglichkeit beispielsweise anstatt der fettreichen frittierten Pommes Frites eine fettärmere Variante aus dem Backofen zuzubereiten oder das geliebte Nudelgericht durch Vollkornnudeln und selbstgemachte Soße aufzuwerten.

Binden Sie Ihr Kind beim Kochen mit ein, lassen Sie es Gemüse oder Obst schneiden oder Soßen anrühren. Häufig schmecken Kindern selbst zubereitete Dinge besser und vorher ungeliebte Speisen werden plötzlich zur Leibspeise.

 

Mein Kind möchte keine Milch trinken.

Probieren Sie zunächst, ob Ihr Kind andere Milchvarianten wie Kakao, Joghurt, Dickmilch, Müsli oder Milchmischgetränke akzeptiert. Ist dies nicht der Fall können Sie Milch und Milchprodukte in Aufläufen, Suppen, Soßen oder Pudding „verstecken“.
Verzehrt Ihr Kind dennoch nicht ausreichend Milch und Milchprodukte müssen Sie versuchen das lebensnotwendige Calcium aus anderen Lebensmitteln zu gewinnen. Gute Calciumquellen stellen calciumreiches Mineralwasser, Nüsse, Broccoli und calciumangereicherte Fruchtsäfte dar.

 

Mein Kind möchte ständig Fast-Food essen.

Ab und zu dürfen Sie Ihrem Kind die Freude gönnen, mit Ihnen oder seinen Freunden in einem Fast Food Restaurant zu speisen. Steigern Sie an so einem Tag den Anteil der frischen Produkte der übrigen Mahlzeiten.
Sie können Hamburger zu Hause auch einmal selbst zubereiten. Hier bietet sich die Möglichkeit, beispielsweise mit einem Vollkornbrötchen und einem größeren Anteil vom Salat eine ausgewogene Mahlzeit zuzubereiten.

 

Was kann ich tun, wenn mein Kind zwischendurch isst?

Vielleicht isst Ihr Kind nur aus Langeweile, vielleicht reichen jedoch die Mengen, die es bei den Mahlzeiten am Tisch isst, nicht aus. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass Sie keine festen Essenszeiten haben.
Regelmäßige Mahlzeiten (drei Hauptmahlzeiten und zwei Zwischenmahlzeiten)sorgen für eine gleichmäßige Zufuhr von Energie und Nährstoffen, so dass Ihr Kind zwischen den Mahlzeiten keinen Hunger verspürt.

 

Sind Süßstoffe für mein Kind geeignet?

Nein. Das Ziel sollte sein, den Süßigkeitenverzehr zu begrenzen und somit auch das Ernährungsverhalten des Kindes positiv zu prägen.
Ihr Kind sollte daher lieber einmal am Tag mit gutem Gewissen naschen.

 

Mein Kind isst zu viele Süßigkeiten. Was kann ich tun?

Vereinbaren Sie gemeinsam mit Ihrem Kind „Spielregeln“, um die Süßigkeitenmenge einzuschränken. Bei einer sonst ausgewogenen Ernährung sollte nur ein kleiner Teil der Kalorienzufuhr durch Süßigkeiten verbraucht werden. Das kann beispielsweise ein kleines Stück Kuchen oder 50g Gummibärchen oder ein kleines Eis sein.
Sie können Ihrem Kind auch eine wöchentliche Ration zur Verfügung stellen, die es sich über die Woche hinweg frei einteilen muss.
Seien Sie Ihrem Kind ein Vorbild und kaufen Sie weniger Süßigkeiten ein und schränken Sie Ihren eigenen Konsum ebenfalls ein.

 

Gibt es bestimmte Getränke, die für Kinder geeignet sind?

Um dem Flüssigkeitshaushalt konstant zu halten, sollte Ihr Kind immer die Möglichkeit haben -auch zwischen den Mahlzeiten- ausreichend zu trinken.
Der Bedarf ist bei Hitze, Fieber, Sport und Spiel erhöht.
Als Durstlöscher eignen sich besonders Tafel- oder Mineralwasser, sowie Früchte- und Kräutertees, verdünnte Obst- und Gemüsesäfte. Fruchtsaftgetränke und Nektare, Limonaden, Brause und süßstoffhaltige Getränke sind weniger geeignet und sollten nur in Maßen getrunken werden. Nicht geeignet sind Bohnenkaffee, schwarzer Tee, Cola-Getränke, Eistee (koffeinhaltig) und alkoholische Getränke.

 

Ist das Frühstück wichtiger als andere Mahlzeiten?

Das Frühstück ist eine wichtige Mahlzeit, jedoch haben alle anderen Mahlzeiten am Tag eine ebenso große Bedeutung.
Das Frühstück ist wichtig, da die Kinder am Morgen ausreichend Energie und Nährstoffe benötigen, um im Kindergarten und in der Schule leistungsfähig zu sein
Eine gute Möglichkeit der ausreichenden Versorgung mit allen Nährstoffen bietet eine Kombination aus Brot, frischem Obst und Gemüserohkost sowie ein Milchprodukt.
Verweigert Ihr Kind das Frühstück, sollten Sie es dennoch nicht dazu zwingen. Bieten Sie ein Glas Milch oder Kakao am frühen Morgen an. Das zweite Frühstück sollte bei Frühstücksverweigerern üppiger ausfallen.

 

Wie kann ich mein Kind dazu bringen, Obst und Gemüse zu essen?

Eine Verweigerung aller Gemüsesorten ist sehr selten. Meist lehnen die Kinder einzelne Sorten ab. Aufgrund ihrer Geschmackswahrnehmung bevorzugen Kinder milde Obst- und Gemüsesorten wie beispielsweise Bananen, Karotten, Erbsen oder Tomaten.
Gemüse und Obst sollten die Basis der Ernährung bilden und täglich 5-mal gegessen werden. Stellen Sie beim Spielen ein Teller mit Apfelvierteln auf den Tisch. So greifen die Kinder meist ganz von alleine zu.
Zudem können Sie Gemüse und Obst auch in Speisen „verstecken“. Pürieren Sie beispielsweise Gemüse und mischen Sie es unter Saucen, Suppen oder geben Sie pürierte Bananen oder Beeren in einen Milchshake.
Meist besteht die Abneigung gegen Obst oder Gemüse nur eine begrenzte Zeit. Daher ist es wichtig den Kindern das Obst und Gemüse immer wieder anzubieten und ihnen beim Essen ein Vorbild zu sein.

 

Was kann ich tun, wenn mein Kind zu dick ist?

Setzen Sie Ihr Kind nicht auf eine fragwürdige Diät. Streben Sie eine ausgewogene Ernährungsweise innerhalb der gesamten Familie an.
Versuchen Sie Lebensmittel wie Süßigkeiten, kalorienreiche Getränke, Kuchen, Pommes, fette Wurst und fetten Käse zu begrenzen und erhöhen Sie dafür die Gemüseration.
Zudem sollte Sie darauf achten, dass Ihr Kind sich ausreichend bewegt. Begrenzen Sie beispielsweise die Zeit, die Ihr Kind vor dem Computer verbringt und lassen Sie Ihr Kind mit dem Fahrrad zur Schule fahren und nicht mit dem Bus.

 

Ab wann ist mein Kind zu dick?

Bei Kindern spricht man von Übergewicht, wenn das Körpergewicht höher ist als es der Altersnorm entspricht. Dazu kommt es, wenn über einen längeren Zeitraum hinweg mehr Energie aufgenommen wird, als der Körper verbraucht. Der Body-Mass-Index (BMI) lässt sich anhand von der Körpergröße und vom Gewicht ihres Kindes ermitteln. Mittels Tabellen kann je nach BMI und Alter das Gewicht des Kindes als unter-, normal- oder übergewichtig eingeordnet werden.

Die exakten Tabellen finden Sie hier:  www.a-g-a.de

 

Allgemeine Tipps

Da den meisten Kindern egal ist wie viele Nährstoffe sie zu sich nehmen, sollten Sie Ihrem Kind den Spaß am gesunden Essen vermitteln, um es so an eine ausgewogene Ernährung heranzuführen.

 

  • Nehmen Sie Ihre Mahlzeiten gemeinsam ein. Für Kinder ist es ziemlich langweilig, alleine zu essen. Meist beschäftigen sie sich dann nebenbei mit anderen Dingen, sie lesen beispielsweise einen Comic oder spielen beim Essen mit ihrem Lieblingsspielzeug. Viel spannender kann eine gemeinsam eingenommene Mahlzeit sein, bei der Ihr Kind Ihnen beispielsweise von seinen Erlebnissen am Tag berichten und sich dennoch auf das Essen konzentrieren kann.

 

  • Wenn es Ihrem Kind einmal nicht schmeckt oder es einfach satt ist, seien Sie tolerant und erlauben Sie ihm auch mal etwas auf dem Teller liegen zu lassen. So vermeiden Sie unnötigen Stress und zudem bleibt die natürliche Hunger-Sättigungsregulation Ihres Kindes bestehen.

 

  • Schaffen Sie beim Essen eine positive Atmosphäre. Besprechen Sie nicht beim Essen alltägliche Probleme. Das kann auch nach der Mahlzeit gemacht werden. Seien Sie Ihrem Kind beim Essen ein Vorbild. Versuchen nicht während des Essens zu streng mit Ihrem Kind zu sein. So verderben Sie Ihrem Kind den Spaß am Essen. Ihr eigenes Verhalten als Vorbild wirkt sich mit Sicherheit positiver auf Ihr Kind aus.

 

  • Vereinbaren Sie Kompromisse. Bei der Auswahl der warmen Mahlzeiten kann es schwierig sein, den Geschmack aller Familienmitglieder zu treffen. Daher ist es hilfreich, den Essensplan gemeinsam zu gestalten. So versteht Ihr Kind, dass es Tage gibt die den eigenen Wünschen entsprechen und auch Tage an denen die Wünsche der anderen Familienmitglieder mehr berücksichtigt werden.

 

  • Beziehen Sie Ihre Kinder bei der Essenszubereitung mit ein. Die kindlich natürliche Neugier können Sie sich bei der Ernährungserziehung zunutze machen. Zeigen Sie Ihrem Kind wie man Speisen richtig zubereitet. Zudem haben Kinder wesentlich mehr Freude, Dinge zu verzehren, bei deren Zubereitung sie auch beteiligt waren. Ursprüngliche „Gemüsemuffel“ essen so ganz plötzlich die selbst geschnittenen Möhrenstifte mit Vorliebe.

 

  • Lassen Sie Ihre Kinder immer wieder Neues entdecken. Auch zuvor abgelehnte Lebensmittel wird Ihr Kind nach und nach, nach wiederholtem Anbieten vermutlich akzeptieren. Kinder brauchen eine gewisse Zeit, um sich an neue Geschmackserlebnisse zu gewöhnen

 


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