Vom Hunger zum Heißhunger


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Hunger

Hunger ist ein Bedürfnis des Körpers bei fehlender oder unzureichender Nahrungszufuhr, Nahrung aufzunehmen. Hunger äußert sich durch ein unangenehmes körperliches Empfinden (z.B. Unruhe, verstärkte Darmmotorik). Auch Konzentrationsprobleme, schlechte Laune oder Bauchschmerzen können Anzeichen für Hunger sein. 

 

Der Unterschied zwischen Hunger und Appetit

Abzugrenzen von Hunger ist der sogenannte Appetit. Es besteht trotz Sättigungsgefühl „Esslust“, die uns veranlasst weiter Nahrung aufzunehmen. Appetit hat im Gegensatz zu Hunger nichts mit einem Mangelzustand zu tun. Außerdem ist Appetit meist auf ein bestimmtes Lebensmittel gerichtet, während bei Hunger allgemein der Wunsch nach Nahrungsaufnahme besteht, unabhängig von einem bestimmten Nahrungsmittel oder einer Nahrungsmittelgruppe.


Appetit kann auftreten:

  • beim Anblick oder sogar bei der bloßen Vorstellung von schmackhaften Speisen
  • bei Langeweile oder Belohnung zur Stressbewältigung
  • aus Appetit kann sich Heißhunger entwickeln

 

Heißhunger
 
Die Symptome für Heißhunger können ein plötzliches Einsetzen mit einem extremen Drang nach sofortiger Nahrungsaufnahme (z.B. Esszwang) sein. Dabei kommt es häufig zu einem Verlangen nach bestimmten Nahrungsmitteln, z.B. Süßem. Heißhunger „knurrt“ nicht, er ist kein wirklicher Hunger aus dem Magen, sondern kommt plötzlich und lässt sich kaum aufschieben. Im Gegensatz zum normalen Hunger, der sich langsam anmeldet, geht Heißhunger manchmal mit Schwäche oder Schwindel einher.

 

Ursachen von Heißhunger

  • Heißhungerattacken als Folge von Diäten und Fasten
  • Selbst auferlegte Verbote von  bestimmten Nahrungsmittel (zuckerhaltig oder hoher Fettanteil) --> „verbotene“ Nahrungsmittel üben nach und nach einen immer größeren Reiz aus und das Verlangen kann immer stärker werden
  • Hormonell bedingter Heißhunger, z.B. in der Schwangerschaft oder im Mensturationszyklus
  • Gewichtsverlust bei Adipositas (Fettzellen „schreien“ nach Nahrung)
  • Stoffwechselstörungen, z.B. Schilddrüsen-Überfunktion
  • Genuss von Alkohol
  • Heißhunger als Nebenwirkung von Medikamenten

 

Wie kann man Heißhunger vorbeugen?

Heißhunger kann vorgebeugt werden, indem man regelmäßig isst (5 bis 6 kleinere Mahlzeiten pro Tag) und keine Hauptmahlzeiten ausfallen lässt. Zwischenmahlzeiten sollten eingeplant werden. Gut eignen sich dafür ein Stück Obst, ein Stück frisches Gemüse, fettarmer Naturjoghurt, Trockenfrüchte, Quark, Vollkornbrot mit fettarmem Brotbelag, ein kleines Müsli, Heißgetränk oder fettarme Brühe. Um Heißhunger gar nicht erst aufkommen zu lassen, hilft Ablenkung. Gute Möglichkeiten dafür sind, sich sportlich zu betätigen oder spazieren zu gehen.


Tipps, welche Lebensmittel man essen kann, wenn Heißhunger auftritt, finden Sie hier.


Sättigung

Der Körper signalisiert erst nach 20 Minuten durch ein Sättigungsgefühl, dass genügend Nahrung aufgenommen wurde. Leider essen viele Menschen jedoch zu schnell, so dass meist mehr gegessen wird, als notwendig wäre. Durch die Nahrungsaufnahme kommt es zur Magendehnung. Es werden bestimmte Hormone aus der Magenwand ausgeschüttet, die das Sättigungszentrum im Gehirn stimulieren.

Gelangt der Speisebrei in tiefere Darmabschnitte, die für die Fettverdauung zuständig sind, kommt es zur Hemmung der Magenentleerung. Dadurch bleibt der Magen länger voll und es werden Sättigungssignale an das Gehirn geschickt.

Auch das Fettgewebe hat einen Einfluss auf das Hunger-Sättigungsgefühl. Dieser Einfluss ist abhängig davon, wie viel Fett in den Fettzellen gesammelt wurde. Wenn das Fett aus den Fettzellen abgebaut wird, produziert das Fettgewebe Hungerhormone. Diese Hormone wirken appetitanregend und sorgen für ein Hungergefühl.

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