Fruktosemalabsorption


no_pic.png.jpg

Was ist Fruktose?

Fruktose oder auch Fruchtzucker ist ein Einfachzucker und kommt, wie der Name schon sagt, vor allem in Früchten und aus Früchten hergestellten Lebensmitteln vor. Ebenfalls ist Fruktose in manchen Soft-Drinks, Honig, Marmeladen, Süßigkeiten, fertigen Dressings und Hülsenfrüchten enthalten. Die meisten Gemüsesorten sind fruktosearm, können aber bei extremer Fruktoseempfindlichkeit und hoher Zufuhr ebenfalls Beschwerden machen.  Außerdem ist Fruktose ein Baustein des Haushaltszuckers (Saccharose), dieser ist aus den beiden Zuckerarten Fruchtzucker und Traubenzucker (Glukose) aufgebaut. Daher führt in vielen Fällen auch die Aufnahme von zuckerreichen Lebensmitteln zu Beschwerden.

 

Fruktosemalabsorption

Die Fruktosemalabsorption gehört neben der Laktoseintoleranz zu den häufigsten Kohlenhydratunverträglichkeiten. Es handelt sich dabei um eine Aufnahmestörung von Fruchtzucker (Fruktose) im Dünndarm. Bei einem bestehenden Defekt des zuständigen Transporters ist die Absorption von Fruktose eingeschränkt. Erwachsene ohne Fruktosemalabsorption können 30 g Fruktose oder mehr gut vertragen. Die Resorptionskapazität von Fruktose ist jedoch auch bei ihnen begrenzt, so dass sie durch den Verzehr von 35-50 g pro Tag ebenfalls Symptome entwickeln können. Bei der Fruktosemalabsorption können schon weniger als 30 g zu Symptomen führen. Die Schwelle kann auch bei 10 g oder 5 g liegen. Sehr empfindliche Menschen bemerken bereits bei einer Menge von 1 g oder weniger klare Beschwerden.

So genannte Zuckeralkohole, wie z. B. Sorbit und Xylit können ebenfalls zu Unverträglichkeitsreaktionen führen, da sie den für Fruktose zuständigen Transporter im Dünndarm blockieren können. In der Lebensmittelindustrie werden diese Stoffe als Feucht- und Frischhaltemittel sowie als Zuckeraustauschstoff beispielsweise in (zuckerfreien) Kaugummis und Bonbons, Süß- und Backwaren eingesetzt. Auch Medikamente (v.a. Tabletten) können Sorbit oder andere Zuckeralkohole enthalten. Sorbit kommt natürlicherweise aber auch in einigen Fruchtsorten vor. Dabei ist seine Konzentration in Trockenobst wesentlich höher als in frischen Früchten. Außerdem kann zusätzlich eine Überempfindlichkeit gegenüber Sorbit vorliegen, da es eine ähnliche chemische Struktur wie Fruktose aufweist.

Die Fruktosemalabsorption ist weit verbreitet und es gibt immer mehr Neuerkrankungen in den Industrieländern. Es wird diskutiert, ob der stark angestiegene Fruktosekonsum die Ursache dafür ist. Inzwischen geht man davon aus, dass jeder dritter Erwachsene und zwei von drei Kindern von der Fruktosemalabsorption betroffen sind.
Pathomechanismus und Symptome

Bei einer Fruktoseunverträglichkeit muss zunächst einmal die Fruktosemalabsorption (= intestinale Fruktoseintoleranz) von einer hereditären Fruktoseintoleranz sowie von anderen erblichen Störungen des Fruktosestoffwechsels unterschieden werden. Bei der hereditären Fruktoseintoleranz und bei Störungen des Fruktosestoffwechsels ist ein genetischer Defekt für die Beschwerden verantwortlich.

Bei der Fruktosemalabsorption kommt es hingegen zu einer unvollständigen Aufnahme der Fruktose im Dünndarm ohne erkennbare Grunderkrankung. Es handelt sich dabei um eine Störung der Verwertung von Fruchtzucker (Fruktose) bedingt durch eine Störung des Transportsystems GLUT-5, das im Dünndarm für die Fruchtzuckeraufnahme verantwortlich ist. Bei Personen mit Fruktosemalabsorption funktioniert dieses Transportsystem nicht. Die Fruktose kann daher nur begrenzt oder gar nicht aus dem Dünndarm aufgenommen werden und gelangt zum größten Teil in den Dickdarm. Dort wird die Fruktose von Darmbakterien abgebaut, was zu Gasbildung (Blähungen) und Durchfällen führen kann. Gleichzeitig werden dabei kurzkettige Fettsäuren gebildet. Diese lockern den Stuhl zusätzlich auf. Dadurch wird die Darmtätigkeit angeregt, was zu Blähungen oder Druckgefühl im Oberbauch, sowie wechselnden Stuhlkonsistenzen führt.

Geringe Mengen an Fruchtzucker werden meist gut vertragen, größere Mengen führen dagegen zu Beschwerden wie Koliken/Bauchschmerzen, abwechselnd Verstopfung und Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Aufstoßen, Schwindelgefühle und aufgeblähtem Bauch. Weitere mögliche Beschwerden sind deutlich hörbare Darmgeräusche und Appetitlosigkeit.

Hereditäre Fruktoseintoleranz

Von der Fruktosemalabsorption unbedingt abzugrenzen ist die hereditäre Fruktoseintoleranz (HFI), ein angeborener genetischer Defekt, der unbehandelt zu  Leber- und Nierenschädigungen sowie gefährlichen Unterzuckerungen führt. Fruktose kann bei dieser Intoleranz nicht abgebaut werden und häuft sich in der Leber und Niere an. Bereits beim ersten Kontakt mit Fruktose im Säuglingsalter treten typische Symptome wie Zittern, Erbrechen, Durchfall und Bauchschmerzen auf. Hier ist Fruktose strikt zu meiden, auch in gebundener Form als Haushaltszucker. Die Erkrankung ist sehr selten und betrifft nur etwa eins von 20.000 Neugeborenen in Deutschland. Bei Verdacht auf hereditäre Fruktoseintoleranz ist ein Atemtest unbedingt zu vermeiden, da er schwere Komplikationen hervorrufen kann. Eine genetische Untersuchung des Blutes kann diese Krankheit nachweisen.

 

Diagnostik (H2-Atemtest)

Der H2-Atemtest (Wasserstoffatemtest) ist eine zuverlässige Methode, um eine Fruktosemalabsorption nachzuweisen.
Da aufgrund der fehlenden GLUT-5-Transporter die Fruktose hierbei von Bakterien im Dickdarm abgebaut wird, entstehen Gase. Neben Kohlendioxid und Methan wird auch Wasserstoff (H2) gebildet.
Ein Teil dieses H2-Gases wird über die Lungen abgeatmet und kann somit im Atemtest nachgewiesen werden. Da die körpereigenen Zellen nicht in der Lage sind H2 zu produzieren, muss der gemessene Wert von der bakteriellen Fermentierung der zugeführten Fruktose stammen.

Durchführung:

Die Entnahme der Atemgasprobe erfolgt mithilfe eines speziellen Geräts über einen Zeitraum von 2-3 Stunden. Der Patient muss dazu jeweils die letzte Portion seiner Ausatemluft in das Atemmessgerät blasen.

Die H2-Konzentration der Ausatemluft wird einmal vor und in halbstündigen Abständen nach der Aufnahme von 30-50 g Fruktose gemessen. Die Abbaugase können Aufschluss über die Malabsorption geben. Dazu wird der Anstieg des Wasserstoffgehalts in der Ausatemluft gegenüber dem Nüchternwert bestimmt. Bei einem Anstieg von mehr als 20 ppm ist die Fruktosemalabsorption gesichert.

Die Fruktosemalabsorption ähnelt in ihrer Symptomatik diversen anderen Erkrankungen. Dazu gehören z.B. chronisch entzündlichen Darmerkrankungen, Lebensmittelallergien, Gallensteine, aber auch weitere Nahungsmittelunverträglichkeiten und das Reizdarmsyndrom. Spätestens dann, wenn nach einer Karenzphase die Beschwerden nicht weitgehend nachlassen, sollten diese in Erwägung gezogen werden.

 

Behandlung der Fruktosemalabsorption

Die Therapie besteht in der Reduktion der Aufnahme von Fruktose durch die Nahrung.  Eine streng fruktosefreie Kostform ist nicht empfehlenswert, da sie den Betroffenen unnötig einschränkt und eine ausreichende Nährstoffversorgung nicht gewährleistet wäre. Außerdem würde durch eine fruktosefreie Ernährung die Bereitstellung des GLUT-5-Transporters reduziert.

Wie viel Fruktose der Einzelne beschwerdefrei verdauen kann, hängt hauptsächlich von der individuellen Restaktivität des GLUT-5-Transporters ab. Daher wird mittels sorgfältiger Diät und anschließender Austestung von Lebensmitteln die Verträglichkeit einzelner Speisen herausgefunden. Dies geschieht in einer dreistufigen Therapie:

 

1) Karenzpahse:

In dieser etwa zwei- bis dreiwöchigen Phase wird gänzlich bis zur Beschwerdefreiheit auf Fruktose und andere Zuckeraustauschstoffe, wie Sorbit, verzichtet.


2) Testphase:

Hier wird über einen Zeitraum von ungefähr sechs Wochen die individuell tolerierte Fruktosemenge ermittelt. Die Testphase geht nahtlos über in die:


3) Langzeiternährung:

Die individuelle Ernährung enthält nur so hohe Mengen Fruktose wie symptomlos vertragen werden. Die Langzeiternährung ergibt sich aus der Testphase und ist eine individuell zusammengestellte fruktosearme oder fruktosereduzierte Dauerernährung. Alle fruktosehaltigen Produkte, die in der Testphase vertragen werden, sollten den Speiseplan dauerhaft ergänzen. Alle nicht verträglichen Produkte sollten weiterhin gemieden werden. Wichtig ist hier außerdem, dass eine bedarfsdeckende Nährstoffzufuhr gewährleistet ist. 


Zusätzlich sollte ein Syptomtagebuch geführt werden, in dem aufgetretene Symptome in Abhängigkeit der verzehrten Lebensmittel festgehalten werden.
Nach einer gewissen Zeit der Ernährungsumstellung kann sich die Verträglichkeit von Fruktose deutlich verbessern, daher lohnt es sich, die individuelle Toleranzgrenze nach einigen Monaten neu zu ermitteln.

 

Tipps zur Durchführung:


Karenzphase:

  • Trinken Sie ausreichend Flüssigkeit. Geeignet sind insbesondere Kräutertees und stille Mineralwässer.
  • Meiden Sie während dieser Phase stark kohlensäurehaltige Getränke oder blähende Lebensmittel, da diese zusätzlich Luft in den Verdauungstrakt  bringen.

 

Testphase:

  • Testen Sie ein neues Lebensmittel zunächst immer in kleinen Portionen aus. Treten nach dem Verzehr wiederholt Beschwerden auf, verzichten Sie vorerst auf dieses Lebensmittel und testen andere Lebensmittel. Da sich die Verträglichkeit häufig nach einigen Monaten verbessert, können Sie die zurückgestellten Lebensmittel dann erneut austesten.
  • Fruktosehaltige Lebensmittel sind auf nicht nüchternen Magen häufig besser verträglich, sodass Sie diese besser zum Mittagessen oder abends austesten.
  • Beim Testen von Gerichten, die mit Haushaltszucker zubereitet wurden, empfiehlt es sich 1 TL oder ein kleines Täfelchen Traubenzucker dazu zu essen, um das Glukose-Fruktose-Verhältnis zu optimieren und so die Verwertung zu verbessern.
  • Die Verträglichkeit von Fruktose bessert sich, wenn man sie in ausgeglichenem Verhältnis mit Glukose aufnimmt. In vielen Lebensmittel ist dies von Natur aus der Fall (z.B. reife Bananen).
  • Schwer verdauliche Lebensmittel, wie Zwiebeln, Hülsenfrüchte, Kohlgemüse oder Vollkornbrote, sollten mit Vorsicht genossen werden, da diese auch bei gesunden Menschen Blähungen und Bauchgeräusche verursachen können.
  • Nehmen Sie sich Zeit zum Essen, da schnelles und schlecht gekautes Essen ebenfalls Bauchbeschwerden hervorrufen kann.
  • In dieser Phase können auch kleine Mengen an Süßigkeiten wieder ausgetestet werden. Bevorzugen Sie hier Sorten, die einen höheren Anteil an Glukose (z.B. Glukosesirup) als Fruktose (z.B. Zucker) haben. Schauen Sie dafür immer auf die Zutatenliste und wählen Sie Produkte, bei denen die Glukose vor dem Zucker oder der Fruktose aufgeführt ist.
  • Möchten Sie Schokolade essen, so sollten Sie auf eine Schokolade mit einem hohen Kakaoanteil zurückgreifen, da diese weniger Zucker und somit Fruktose als eine Vollmilchschokolade enthält. Kalorien enthält sie jedoch nicht weniger, da sie einen höheren Fettanteil hat.

 

Dauerernährung:

  • Achten Sie trotz der Einschränkungen beim Obst- und Gemüseverzehr auf eine ausreichende Nährstoffversorgung.
  • Verträgliche Obst- und Gemüsesorten sollten regelmäßig verzehrt werden, da sie wertvolle Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe liefern.
  • Für Sie verträgliche Mengen an Fruktose sollten Sie regelmäßig verzehren, um das GLUT-5-Transportsystem regelmäßig zu fordern und so eine gewisse Toleranz beizubehalten.
  • Die Fruktosemalabsorption ist keine gefährliche Erkrankung. Es gibt heutzutage keine Hinweise darauf, dass es durch die Aufnahme von Fruktose bei bestehender Fruktosemalabsorption zu langfristigen Schäden kommt.
  • Nach heutigem Wissensstand kann die Fruktosemalabsorption sowohl zeitlich befristet als auch dauerhaft auftreten. Tritt die Erkrankung im Kindesalter auf, besteht eine hohe Chance, dass die Malabsorption nur vorübergehend vorliegt. Bei Erwachsenen jedoch ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass hohe Fruktosemengen auf Dauer unverträglich bleiben.

Einflussfaktoren auf die Verträglichkeit von Fruktose

  • Art und Menge der Darmbakterien
  • Lokalisation des Abbaus von Fruktose, führt im Dickdarm seltener zu Problemen als im Dünndarm
  • Menge der verzehrten Fruktose
  • Höhe der Absorptionskapazität
  • Anteil weiterer Nahrungsinhaltsstoffe, die zusammen mit Fruktose aufgenommen werden (Sorbit, Glukose, Fett und Proteine)

 

Folgen einer Fruktosemalabsorption

Medizinisch gesehen hat eine Fruktosemalabsorption keine schwerwiegenden Auswirkungen. Für den Patienten ist sie jedoch häufig sehr belastend. Wird die Fruktosemalabsorption nicht behandelt oder ist sie noch nicht diagnostiziert, führt sie häufig zu einem Ungleichgewicht der natürlichen Darmflora zugunsten von Fäulnis- und Gärungsbakterien. Schließlich kann daraus eine bakterielle Fehlbesiedelung entstehen, die auch beim Verzehr anderer Lebensmittel zu Beschwerden führen kann.

 

Deklaration

Fruktose, fruktosehaltiger Zucker und Zuckeralkohole werden wie folgt auf der Zutatenliste von Lebensmitteln deklariert:
 

  • Brauner Zucker, Einmachzucker, Gelierzucker, Hagelzucker, Haushaltszucker, Kandiszucker, Kristallzucker, Puderzucker, Raffinade, Rohrzucker, Rübenzucker, Saccharose, Ursüße, Vanillezucker, Zucker
  • Honig, Ahornsirup
  • Apfel- und Birnendicksaft bzw. -kraut
  • Agavendicksaft, Rübenkraut / -sirup
  • Fruktose/ Fruktose, Fructosesirup/ Fructosesirup, Fruktose-Glukose-Sirup/ Fructose-Glucose-Sirup, Fruchtzucker
  • Invertzucker, Inulin, Oligofruktose/ Oligofructose
  • Sorbit/ Sorbitsirup (E420,i)
  • Sorbitanmonostearat (E491), Sorbitantristearat (E492), Sorbitanmonolaureat (E493), Sorbitanmonooleat (E494), Sorbitanmonopalmitat (E495)
  • Mannit/Mannitol (E421)
  • Isomalt (E953)
  • Xylit (E967)
  • Laktit/ Lactit (E966)
  • Maltit/Maltitol, Maltitsirup (E965)
Geeignete Süßungsmittel  Nicht geeignete Süßungsmittel
Glukose (Traubenzucker, Dextrose, Dextrine, Glukosesirup) Fruktose (Fruchtzucker, Fruktosesirup, Fruktose-Glukose-Sirup)
Süßstoffe
z.B. Aspartam (E 951), Cyclamat / Natriumcyclamat (E 952), Saccharin (E 954), Acesulfam K (E 950), Neohesperidin DC (E 959), Thaumatin (E 957)

Zuckeralkohole / Zuckeraustauschstoffe
z.B. Sorbit (E 420), Xylit (E 967), Mannit oder Mannitol (E 421), Maltit (E 965), Isomalt (E 953), Lactit (E 966)

Flüssigsüßstoff enthält häufig Fruktose!

Maltose
(Malzzucker = 2 Glukosemoleküle)
Maltodextrin
(4-5 Glukosemoleküle)
Haushaltszucker (Saccharose, Rohrzucker, Ursüße, Rübenzucker, Kristallzucker, Raffinade, Puderzucker, Kandis, Gelier- und Einmachzucker, Vanillezucker)
Laktose
(Milchzucker = Glukose und Galaktose)
Invertzucker (Gemisch aus Glukose und Fruktose),
Inulin (Gemisch aus Fruktosemolekülen)
Reissirup Ahornsirup (v.a. Saccharose)
Honig
Apfel- und Birnendicksaft bzw. –kraut
Agavendicksaft, Rübenkraut / -sirup

 


 Was kann man sich unter den genannten Süßungsmitteln vorstellen?

Glukose Glukose wird auch Traubenzucker genannt und ist natürlicherweise in Obst und Honig zu finden. Die Glukose verbessert die Fruktoseverwertung im Darm, da sie die Fruktose „einschleusen“ kann.
Maltose Maltose ist besser bekannt als Malzzucker, sie kommt beispielsweise in Bier vor und besteht aus zwei Glukosemolekülen.
Laktose Laktose ist der sogenannte Milchzucker und kommt in vielen Milchprodukten vor. Er setzt sich aus den Zuckern Glukose und Galaktose zusammen.
Fruktose Fruktose kommt vor allem in süßen Früchten, verschiedenen Gemüsesorten und Honig vor.
Sorbit Sorbit ist ein Zuckeraustauschstoff, der in Stein- und Kernobst und in diätetischen Lebensmitteln vorkommt.
Saccharose

Saccharose ist besser bekannt als Haushaltszucker, sie besteht aus einem Glukose- und einem Fruktosemolekül.

Zu Saccharose zählen auch Rohr, Rüben-, Puderzucker, Kandis, brauner Zucker, Gelierzucker, Raffinade u.a.

Invertzucker (Kunsthonig)  Invertzucker kommt in süßen alkoholischen Getränken, Honig, Fertigprodukten u.a. vor und wird für die Herstellung von Süßwaren und Gebäck genutzt. Er ist eine Mischung aus Glukose und Fruktose.
Polysaccharide Polysaccharide sind Mehrfachzucker bestehend aus vielen Einfachzuckern, z.B. Inulin bestehend aus Fruktose-molekülen.
Süßstoffe Süßstoffe sind synthetisch hergestellte Stoffe und daher keine Zucker. Sie haben eine 300 - 500 mal stärkere Süßkraft als Haushaltszucker.
Zuckeraustauschstoffe  Zuckeraustauschstoffe werden wie die Zuckeralkohole häufig von der Lebensmittelindustrie in zuckerfreien Lebensmitteln eingesetzt und können bei übermäßigem Verzehr abführend wirken. Man findet sie häufig in Kaugummi und Bonbons mit der Bezeichnung „zuckerfrei“ oder „ohne Zucker“.

 

Glukose- und Fruktosegehalt verschiedener Lebensmittel

Lebensmittel  Fruktose(g/100) Glukose(g/100) Verh. F/G
Geeignete Obstsorten und -produkte ohne Sorbit
Brombeere 1,35 1,28 1,05
Himbeersaft 1,95 1,7 1,14
Grapefruitsaft 2,05 2,33 0,87
Erdbeere 2,28 2,16 1,05
Zitronensaft  2,44 2,53 0,96
Grapefruit frisch 2,53 2,87 1,13
Ananas 2,59 2,26 1,14
Holunderbeersaft 3,32 3,35 0,99
Johannisbeersaft 3,32 3,24 1,02
Preiselbeere 3,34 3,46 0,96
Zitrone 3,45 3,58 0,96
Banane 3,64 3,79 0,96
Johannisbeere rot 3,8 3,07 1,23
Stachelbeere 4,01 3,36 1,19
Kiwi 4,41 4,71 0,93
Traubensaft 6,93 6,68 1,03
Granatapfel 7,37 9,05 0,81
Honig 37,5 33,8 1,1
Geeignete Obstsorten und -produkte mit Sorbit
Pfirsich (Dose) 0,66 0,56 1,17
Pfirsich 1,24 1,04 1,19
Pflaume 2,03 3,38 0,6
Pflaumenmus 4,32 6,0 0,72
Sauerkirschsaft 4,34 5,24 0,82
Kirschen 6,16 6,94 0,88
Pfirsich getrocknet 7,54  6,35 1,18
Pflaumen getrocknet  11,2 18,7 0,59
Trauben  7,63   7,33 1,04
Rosinen  32,8   31,3 1,04
Gemüse
Endiviensalat 0,0 0,0 0,0
Steinpilz 0,02 0,06 0,33
Spinat gegart 0,09 0,11 0,81
Sauerkraut abgetropft 0,27 0,27 1,00
Chinakohl 0,31 0,3 1,01
Kopfsalat 0,53 0,42 1,26
Grüne Bohnen 0,56 0,33 1,69
Rosenkohl gegart 0,58 0,64 0,90
Grünkohl gegart 0,61 0,50 1,22
Blumenkohl gegart 0,67 0,70 0,95
Zucchini gegart 0,69  0,59 1,19
Chicorée 0,72 1,38 0,52
Kohlrabi gegart 0,82 0,96 0,85
Spargel gegart 0,90 0,44 2,04
Kohlrabi 1,11 1,30 0,85
Aubergine 1,12 1,12 1,00
Paprikaschote 1,19 1,45 0,82
Tomate 1,30  1,11 1,17
Weißkohl gegart 1,36 1,36 1,00
Kohlrübe 1,50 1,68 0,89
Weißkohl 1,76 1,87 0,94

 

Fruktosegehalt von Lebensmitteln

Lebensmittel Fruktosegehalt pro 100 g
Haushaltszucker    50 g
Diabetikerkonfitüren   bis zu 50 g
Nussnougatcremes  bis zu 50 g
Honig           40 g
Trockenobst  25-40 g
Schokolade   ca. 25 g
Liköre            bis zu 25 g
Tomatenketchup  12 g
Weine      bis zu 10 g
Ananas, Apfel, Banane, Birne, Honigmelone, Mango, Pflaume, Süßkirsche Weintraube 5-10 g
Beeren, Kiwi, Orange, Pfirsich, Sauerkirsche, Stachelbeere 2-5 g
Karotte, Rote Bete, Soja, Süßkartoffel, Zwiebel       2-5 g
Aubergine, Blumenkohl, Brokkoli, Chicorée, Grünkohl, Gurke, Kohlrabi, Kürbis, Paprika, Rotkohl, Schwarzwurzel, Spargel, Tomate, Weißkohl, Zitrone, Zucchini, Zuckermais     1-2 g
Avocado, Champignon, Endivien, Erbsen, Feldsalat, Kartoffel, Kopfsalat, Papaya, Rhabarber, Spinat, Radieschen, Rettich unter 1 g
Weizenkeime 7,5 g
Vollkornreis, -hafer, -roggen, -gerste, -weizen unter 1 g
Fleisch, Fisch, Eier   unter 1 g
Bier unter 1 g
Mineralwasser, ungesüßter Tee, Kaffee   0 g

 


Kommentare