Grundsätze der vollwertigen Ernährung


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Die Prinzipien einer gesunden Ernährung lassen sich unter dem Begriff „vollwertige Ernährung“ zusammenfassen. Die vollwertige Ernährung ist keine „Körner-Kost" und ist nicht mit dem Konzept der Vollwert-Ernährung zu verwechseln!

Bei der vollwertigen Ernährung werden Lebensmittel und Getränke sorgfältig und bewusst ausgewählt, schonend zubereitet und möglichst wenig behandelt verzehrt. Bei dieser Ernährungsweise werden keine Kalorien und Nährstoffe berechnet, sondern die Empfehlungen beziehen sich auf ganze Lebensmittel. Die vollwertige Ernährung ist eine sehr schmackhafte Küche. Sie bietet eine Fülle von Möglichkeiten, alles was Feld und Garten zu bieten haben, zu leckeren und gesunden Gerichten zu verarbeiten. In der Regel ist sie vielseitiger und abwechslungsreicher als die gutbürgerliche Küche.

Im Gegensatz zur vollwertigen Ernährung empfiehlt die Vollwert-Ernährung nicht nur eine gesunderhaltende Ernährungsweise, sie bezieht zusätzlich technologische, soziale und ökologische Aspekte bei der Bewertung von Lebensmitteln mit ein.

Grundsätze einer vollwertigen Ernährung

  • Eine vollwertige Ernährung sollte in ihrem Energiegehalt den individuellen Energiebedarf berücksichtigen.
  • Sie sollte alle lebensnotwendigen Nährstoffe in ausreichender Menge enthalten und den Nährstoffbedarf decken.
  • Bei der vollwertigen Ernährung gibt es keine Ge- oder Verbote, sondern Empfehlungen, bestimmte Produkte zu bevorzugen und andere eher zu meiden.
  • Eine vollwertige Ernährung besteht zum Großteil aus pflanzlichen Lebensmitteln wie z.B. Brot, Getreidegerichten, Kartoffeln, Hülsenfrüchten, Gemüse und Obst.
  • Die vollwertige Ernährung kann als Kostform mit oder aber auch ohne Fleisch (Vegetarismus) praktiziert werden. Abwechslungsreich, vielseitig und ausgewogen sollte sie sein, damit die Zufuhr aller notwendigen Substanzen gewährleistet ist
  • Verwendet werden sollen nur qualitativ hochwertige Lebensmittel möglichst in frischer bzw. tiefgekühlter Form.

Vorteile einer vollwertigen Ernährung
Eine sinnvoll zusammengesetzte Ernährung ist eine wichtige Voraussetzung, um körperlich und geistig gesund und leistungsfähig zu sein. Der Organismus erhält so alle Nährstoffe in ausreichender Menge, die er für alle seine Funktionen braucht. Die Nahrung sollte alle diese Nährstoffe in ausreichender Menge enthalten. Eine falsch zusammengesetzte Ernährung kann zu ernährungsabhängigen Erkrankungen führen. Die Folgen falschen Ernährungsverhaltens werden meist nicht in näherer Zukunft spürbar, sondern oft erst nach Jahrzehnten. In Industrieländern sind ernährungsabhängige Erkrankungen für einen Großteil der sogenannten Zivilisationskrankheiten und Todesfälle verantwortlich.

Folgende Tabelle gibt einen Überblick über die häufigsten Zivilisationskrankheiten und deren ernährungsbedingte Ursachen:

Erkrankung Ursachen
Verstopfung  Mangel an Ballaststoffen/Bewegung
Erhöhte Blutfette zu höhe Zufuhr von gesättigten Fettsäuren, zu hohe Cholesterinzufuhr, übermäßige Fettzufuhr, Alkohol
Diabetes mellitus Typ 2 (Zuckerkrankheit)   Übergewicht, Bewegungsmangel
Bluthochdruck (Hypertonus) Übergewicht, Alkohol, übermäßige Kochsalzzufuhr
Arteriosklerose Übergewicht, erhöhte Blutfette, Rauchen
Übergewicht Überernährung, mangelnde Bewegung, Alkohol
Gicht purinreiche Lebensmittel, Alkohol
Karies einfache Kohlenhydrate (z.B. Zucker)

Modifiziert nach: Verbraucherzentrale Baden-Württemberg e.V.

Nach heutigen Erkenntnissen bietet eine vollwertige Ernährung die besten Voraussetzungen, den Zivilisationskrankheiten vorzubeugen und das körperliche und geistige Wohlbefinden zu verbessern.

Ziele einer vollwertigen Ernährung

Die optimale Versorgung des Körpers mit allen lebensnotwendigen Nahrungsinhaltsstoffen wie Eiweiß, Fett, Kohlenhydraten, Ballaststoffen, Vitaminen, Mineralstoffen und sogenannten sekundären Pflanzenstoffen. Dies hat zur Folge:

  • Gesunderhaltung durch optimale Ausbildung von Abwehrkräften gegenüber Krankheiten
  • Optimale Leistungsfähigkeit
  • Aktivierung der Verdauungsorgane (überwiegend durch Ballaststoffe)

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